Leitfäden für den Einkauf

Kapazität für Handarbeiten einschätzen

Planen Sie Stickerei, Häkelarbeiten und Handveredelung anhand gemessener Arbeitszeiten und verfügbarer Produktionsstunden.

Mit Arbeitsstunden planen

Die Teamgröße ergibt keine einheitliche monatliche Stückzahl. Ein kleines wiederholtes Detail benötigt andere Arbeitszeiten als ein aufwendig bearbeitetes Kleidungsstück. Prüfen Sie je Modell Arbeitsaufwand, Materialien, Fähigkeiten und Anlagenengpässe.

Repräsentative Muster messen

Erfassen Sie Vorbereitung, Fertigung, Veredelung und Prüfung an repräsentativen Teilen. Trennen Sie Entwicklung und wiederholte Fertigung. Berücksichtigen Sie Umstellungen und Nacharbeit, ohne dieselbe Person bei parallelen Tätigkeiten doppelt zu zählen.

Ein Planungsszenario berechnen

Teilen Sie verfügbare produktive Stunden durch Arbeitsstunden je akzeptiertem Teil. Nur als Beispiel: 20 Personen × 8 Stunden × 22 Tage ergeben 3.520 geplante Stunden. Bei angenommenen 55–70 % produktiver Verfügbarkeit entstehen 1.936–2.464 Stunden. Diese Annahmen sind keine gemessenen Atelierleistungen.

Bei vier Arbeitsstunden je Teil ergibt das 484–616 Teile, wenn die gesamte angesetzte Kapazität diesem Produkt dient. Modell, Personalzuordnung und Maschinenengpässe verändern das Ergebnis. Das Beispiel ist keine Kapazitätszusage, Mindestbestellmenge oder Liefergarantie.

Den konkreten Auftrag abstimmen

Teilen Sie Mengen je Modell und Wunschtermin mit. Planen Sie Musterfreigabe, Materialverfügbarkeit und Versand ein. Bestätigen Sie den Zeitplan nach der technischen Prüfung; aus der Teamgröße allein lässt sich kein Liefertermin ableiten.